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News / Neuigkeiten

18.10.2019 Prognachlese CXLIV @ 12.10.19

Zur 144ten Ausgabe legten wir Euch unseren Sound zum Jubiläum der Zeche Zollverein ans Herz. Ende September beging sie ihr 30jähriges Jubiläum als Kultstätte mit einer großen Sause. Bei einer lauen Nacht im Pott und einigen lecker Stauder ließ es sich im Schatten von Industriebaracken ausgesprochen hübsch grooven, schwofen und dancen. Auf die nächsten 30 Jahre: Glück-Auf!

 

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18.09.2019 Prognachlese CXLIII @ 14.09.19

East-End Deepness traf auf Ostsee: Wir brachten einen Eindruck davon, wie es sich anhört, wenn wir vor der Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaft am Strand sind. Pitchin´ Timmendorf Beach ...

 

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22.08.2019 Prognachlese CXLII @ 17.08.19

So knapp vor Beginn einer Sendung hatten wir schon lange keine Vorankündigung mehr gepostet. Umso frischer war das Erzeugnis, nämlich: Neues aus der Dunkelkammer.

 

Die erste Stunde widmeten wir uns voll Sam Shure. Er hat ein großartiges Album in der Pipeline. Es heißt "Laconia" und wird am 20. September bei Stil vor Talent erscheinen. Sam Shure konnten wir letztes Jahr hier in Ulm erleben, wie er das "Eden" mit seiner getriebenen Deepness zum Kochen brachte. Und jetzt - jetzt legt er ein Album vor, in dem er zeigt, daß er auch anders kann. Verträumt, Melodisch, verspielt, romantisch - in der Label Info heisst es " ... ten tracks that draw on Sam’s jazzy roots  ... ". Das mixten wir zusammen.

 

 

Im zweiten Teil der Show wurden wir etwas flotter und warfen Neuerscheinungen von Elfenberg, Township Rebellion und dem Label REWORCK - vertreten mit Pole Folder , Just Hear, Ultravision -  in ein Bad. Orientierung: Tanzboden.

 

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24.07.2019 Prognachlese CXLI @ 20.07.19

Mit dem Schwörwochenende standen Tage voller Party & Ausgelassenheit vor uns. Wir brachten Euch dafür in Stimmung und nahmen die Free FM Fete im Gleis 44 vorweg. Ganz auf unsere Weise. Ein Anlaß, bei dem sich alle auch die eigenen Schultern klopfen.  Mitgeklopft haben wir nicht, aber wir beamten Euch rein und spulten Euch durch: Angefangen vom Warmup, dann dem Dance Floor Tilte, bis Afterhour. Umgesetzt mit der neusten elektronischer Tanzmusik. Eine lange Nacht kurz zusammengefasst - 120 Minuten Progismus - 121 BPM.

 

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07.07.2019 Prognachlese CXL @ 22.06.19

Zur 140ten Ausgabe brachten wir nochmals Oliver Koletzki, remixed. Just wonderful.

 

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06.06.2019 Prognachlese CXXXIX @ 25.05.19

Zur 139te Ausgabe beschenkten wir Euch mit schwarzen Rosen. Die Blüten aus der ersten Stunden stammten aus eigenem Anbau, die aus der zweiten haben wir im Garten von Pole Folder pflücken dürfen. Elektronischer Tanzmusik mit Dornen, die nicht stechen.

 

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05.05.2019 Prognachlese CXXXVIII @ 27.04.19

Zur 138ten Ausgabe jagten wir 19 Neuerscheinungen durch unseren musikalischen "Vaporizier". Was dabei rauskam nannten wir Medizinaldampf.

 

Bestandteile des Dampfs waren ofenfrische Tracks und EPs von Rob Kali, Deniz Kabu & Wolfson, PalmFood, Gersound, Mass Digital und Deorbiting, die wir bis 2 Uhr in Rauch aufgehen liessen. Den Beginn machten wir mit Deorbiting und spielten Tracks aus der EP "Sic Transit Gloria Mundi" die am 26. April das Licht der Welt erblickte. Eine sehr hübsche EP, wie wir finden.

 

Alle Tracks der Show hatten wir übrigens zu Eurer und unserer Belustigung auf 117 BPN runtergedrosselt. Damit ihr Bescheid wisst ...

 

Und noch ein Wortchen zu den Nebenwirkungen des Dampfs: Die Redaktion hatte sich intensiv damit beschäftigt und konnte aus Eigenversuchen folgenden Begleiterscheinungen nennen:

 

# sehr häufig wurde beobachtet: verstärktes Fußtippen und Entspannheit

# häufig wurde genannt: Bewegungsdrang

# und selten: Wurde der Hang zum Rasenmähen verspürt

 

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01.04.2019 Prognachlese CXXXVII @ 30.03.19

In der 137ten Ausgabe erzählten wir die Geschichten des O. Und "O" steht für Oliver Koletzki. Von ihm erscheint am 12. April bei seinem Label Stil vor Talent eine Remix-Compilation. Sie hört auf den Titel "Remix Tales" und bringt eine feine Auswahl aus 10 Jahren Produktionsarbeit des Wahlberliners - mit dabei sind aber auch Versionen, die bislang noch nicht veröffentlicht worden sind. Aus den 28 Titeln pickten wir uns 20 Titel heraus und brachten Euch - auf unsere Weise - seine Geschichten, seinen Stil und sein Talent zum Klingen.

 

Koletzki interpretiert aber nicht nur Titel anderer Künstler, sondern komponiert auch selbst. Aktuell arbeitet er an einem neuen Album, auf das wir sehr gespannt sind. Und wer auf den Geschmack gekommen ist, dem empfehlen wir noch unsere Elektronische Fußpflege bei www.soundcloud.com/progdorf: Dort haben wir eine eigene Interpretation von "After All" gepostet, einer melancholischen Elektro Nummer, die er zusammen mit Nord aufgenommen hat.

 

In die Playlist der Show schmuggelten wir übrigens einen Fremdtrack, der nichts mit Koletzki zu tun hatte. Passend zum Thema war es der Titel 10 von ZEHN Records (ab 0.52 Playtime). Erraten hat es bis zum Einsendeschluß zwar niemand, was uns aber auch nicht wirklich wundert. Denn: Es war durchaus schwierig zu eroieren. Was für die Auswahl, die Methodik und den Mix spricht ...

 

Apropos Sprechen: Wenig Verwunderung dürfte dann auch darüber herrschen, daß die Schlußnummer aus der Feder von 5 Sterne Deluxe kam. HipHop beim Progdorf? Wo gibt es denn sowas? Oliver Koletzki macht´s möglich ...

 

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08.03.2019 Prognachlese CXXXVI @ 02.03.19

Die 120 MInuten Sendung fassen wir so zusammen: Dies irae, dies illa, solvet saeculum in favilla (Tag des Zorns / jener Tag / wird das All in Staub auflösen). Oders anders gesagt: Wir präsentierten das genaue Gegenteil von dem, was an dem Tag draussen vor der Tür abging. Statt ausgelassener Faschingslaune huldigten wir für 120 Minuten der gedrückten Stimmung und erfreuten das Sendegebiet mit "Dies irae" - oder auf deutsch: "Tag des Zorns"

 

Dafür zerlegten wir die Sendung in zwei Segmente: Im ersten Teil spielten wir brandneue Tracks aus dem Kosmos der elektronischen Tanzmusik. Und im zweiten Teil präsentieren wir ein Radio-Highlight der besonderen Art, ein Highlight das sich durch Spannung und Intensität auszeichnete. Und um im Bild der Stunde zu bleiben: Eine Anti-Büttenrede, in der packende Literatur auf Musik traf. Es ging um die Unberechenbarkeit von Natur und Schicksal. Dafür nahmen wir Euch mit ins Theater Ravensburg und sendeten einen Stereo-Mitschnitt vom Live-Programm "November In My Soul", das Bernd Wengert und Michael Moravek plus Band auf die Bühne gebracht haben.* Das Stück tourt aktuell durchs Sendegebiet und ist einen Besuch wert.

 

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* = Besetzung:

Bernd Wengert (Schauspiel), Michael Moravek (Gesang, Gitarre, Mandoline, Mundharmonika), William Bruce Kollmar (Bass), William Widmann (Schlagzeug), Michael Huber (Posaune, Tuba), Ayu Tupac Requena Fuentes (Klavier, Trompete)

 

05.02.2019 Prognachlese CXXXV @ 02.02.19

Was für ein großartiger Tag für die elektronische Tanzmusik! Zunächst präsentieren wir neue Arbeiten von Kellerkind, Niko Schwind, Sailor & I und Oliver Giacomotto - Tracks, die in den kommenden Tagen über das Berliner Label Stil vor Talent das Licht der Welt erblicken werden. Und danach befassten wir uns ausführlich mit Bastian Stimmig. Treue free FM Hörer kennen ihn möglicherweise schon von EME und Baghira Drums. Das Gros wird ihn durch Decadance und Bordel Nouveau @ Eden in Herz und Ohr geschlossen haben. Wir vertieften das.

 

Von Bastian Stimmig brachten wir zwei unterschiedliche Sets (Downbeat / Upbeat) und streuen darin O-Töne eines langen Gesprächs ein, das wir letzte Woche mit ihm geführt hatten. Denn leider konnte er nicht live in unserer Sendung sein, da er zeitgleich mit einer weiteren Ausgabe der Bordel Nouveau gebunden war.

 

Zu Gast im Eden war dieses Mal der Tübinger DJ und Producer Modeplex, der mit seinen Remixen immer wieder für Aufsehen sorgt und den Club mit seinem ARP-Sound zum Überkochen brachte. Als Verstärkung hatte er Benis Johannes & Laszlo Mohr von Amangold mit im Gepäck, die Back2Back den Laden ab 23 Uhr auf Betriebstemperatur bringen sollten. Stimmig, Stennek und Pech machen dann ab 3 Uhr das Closing.

 

Uns als unsere Show nach zwei Stunden dann abgefeuert war, ward ihr stimuliert & reif für ein nächtliches Stelldichein im Eden mit Bastian Stimmig. Bestimmt ...  

 

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09.01.2019 Prognachlese CXXXIV @ 05.01.19

Ab Mitternacht solltet ihr eigentlich Bekanntschaft machen mit dem Traumtänzer. So war es geplant und so auch verkündet. Wir wollten Euch die neue Jubiläums-Kompilation "Tour de Traum XVI" des Kölner Labels Traum Schallplatten vorstellen und uns im Anschluß dann zurückbeamen zur "15Y-Decadance"-Party vor Weihnachten @ Schloß Erbach - dort gab es ja auch ein stolzes Jubiläum zu feiern - und hatten entsprechend Sascha Braemer (What I Play) in der Pipeline.

 

Doch eine technische Störung bei Radio free FM machte uns und Euch einen Strich durch die Rechnung: Der freeShift, ein Computerprogramm, das die vorproduzierten Sendungen abspielt, hatte sich selbständig gemacht. Anstatt Beats & Klänge für die Freunde elektronischer Tanzmusik kam Funk und weiß-der-Himmel-was-für-Zeugs, was nicht zu der Zeit auf den Sendeplatz gehört. Das fing ja toll an … Aber der Progdorf-adhoc-Notdienst konnte zum Glück das schlimmste verhindern und dafür sorgen, daß die Sendung mit 30 Minuten Verspätung dann doch über den Äther gehen konnte. Und weil die uns nachfolgende Sendung sowieso vom Musikcomputer gewürftelt wird, haben wir unsere Sendezeit entsprechend ausgedehnt und bis 4 Uhr 30 gesendet. Denn wir hatten so eine hübsche Show vorbereitet – einen zweistündigen Traum, der einlädt zum Tanzen – daß man sich das problemlos auch zwei Mal hintereinander anhören kann. So war jedenfalls unser Notdienst gepolt und dank genügend Biervorrat auch frisch & munter.

 

Frisch & munter ist auch das Kölner Label "Traum Schallplatten". Es hat am 7. Dezember 2018 die mittlerweile 16te Ausgabe seiner Werkschau "Tour de Traum" veröffentlich. Damit feiert das Label sein 20jähriges Bestehen und die elektronische Musik - in allen Facetten. Vom Tanzboden-Killer bis zum unkonventionellen Geklimpere, von Ambient bis Tech House ist vieles vertreten. Auf dieser Compilation sind sage und schreibe 52 einzelne Tracks versammelt. Hinzu kommen noch zwei DJ-Mixe (Album only) mit denen der Labelchef Riley Reinhold das gesamte Material nochmals zu mehr als 5 Stunden nonstop vereint. Bei der Menge Stoff liegt es in der Natur der Sache, daß nicht alles gefällt oder an dieser Stelle Verwendung findet. Aber es kommt ja auch darauf an, was man sucht und was man will. Kurz gesagt wollten wir nichts was experimentell oder langweilig ist oder gar Beethoven verdreht.

 

Aber was wir suchten, fanden wir: Aus diesem großen Soundtopf haben wir 13 Perlen rausgefischt und zu einem Progdorf-typischen Mix verbaut. Für den Anfang ist der Sound noch leichtfüssig (Fat Cosmoe) und verträumt (Dominik Eulberg), um dann aber zielstrebig tiefer (Vridian) und düsterer & treibender (Nachap & Aimar, Acado & Modest Crow, Marius Drescher, Cleyss, Ikaro Grati, Rowa, Pullahs, Hassan Abou Alam, Vanity In Mind) zu werden. Nicht umsonst nannten wir es Traumtänzer. Bei Beatport kostet das gesamte Album digital - es sind mehr als 12 Stunden Musik - etwas unter 15 €. Für eine verträumte und vielseitig elektronische Zeit ist also gesorgt.

 

Nach 65 Minuten beamten wir uns dann gedanklich zurück zum 22. Dezember 2018, auf den Schloßberg 1b in Erbach, dort feierte Decadance sein 15jähriges Bestehen. Und wir finden, sie haben allen Grund dafür, denn in unserer hübschen Provinz gibt es kaum ein anderes Partyformat, das so konstant, so professionell aber auch so abwechselungsreich ist, wie Decadance. In den letzten 15 Jahren haben wir viele Clubs und Locations kommen und gehen sehen, doch wer ist geblieben? Eben.

 

Hinter dem mobilen Club steckt das Pocket Magazin, mit den Brüdern Safet und Samed Alimehat plus Crew. Seit 15 Jahren tingeln sie mit ihrer Party-Reihe in Ulm und um Ulm herum. Das Konzept ist so bestechend, wie erfolgreich: In stets wechselnden Locations - mal größer, mal kleiner - wird stilvoll und konsequent Underground Dance Music serviert, die DJs sind sowohl Locals als auch bekannte und namhafte Zugpferde von außerhalb. Wobei das Lineup sehr von der Location abhängt: Während etwa im Eden - wo sie aktuell alle zwei Monate eine Residency haben - auch Unbekannte oder „Buddys“ hinter den Decks stehen können, braucht es fürs Schloß Erbach oder für Open Airs eben schon diese bekannten Namen, um den Ort mit Leben zu füllen.

 

Freunde der elektronischen Tanzmusik erinnern sich sicherlich gerne und mit einer Träne im Knopfloch ans Betty Elms. Das war eine Herzensangelegen von Samed, einen reinen NUR Elektronik Club - der keine Eventlocation ist, wo es keine Mottopartys gibt – aber einen spitzenmässigen Sound. Wo Bass noch Bass sein kann, ohne Ärger mit Nachbarn und der Stadt (was ja in Ulm ein populäres Thema ist - besonders für größere Läden). Wie Samed sagt, war „Betty“ bislang der Höhepunkt seines Schaffens. Ein Club mit Konzept und ohne Kompromisse, ein Ort an dem man den Bass nicht rausdrehen muß, denn immerhin denkt sich der DJ ja was bei seiner Titelwahl und das sollte dann auch auf dem Floor ankommen dürfen.

 

Und was ist in Erbach davon angekommen? Eine ganze Menge. Die Sound- und Lichtanlage vom Main Floor war vom feinsten. Den Bass konnte man schon beim Betreten des Gebäudes fühlen. Und je näher man dem DJ kam, desto stärker wurde die Herzmassage. Anders aber beim deutlich kleineren Sub Floor, der mit dem Nieschensound unterwegs war. Die Lightshow war minimal, dafür die Lautstärke maximal. Es war so laut, daß die Gläser auf den Tischen tanzten und jedenfalls unser Trommelfell nach 5 Minuten anfing das SOS Zeichen zu senden. Und es ging nicht nur uns so.

 

Sehr schade, denn so haben wir uns überwiegend auf dem Main Floor rumgetrieben, obwohl uns alles interessierte, besonders die Nieschen. Wir sind ja selber eine.

 

Zum Line Up des Abends kann man sagen, daß es eine hübsche Mischung aus Locals und Zugpferden war, wobei das eine das andere nicht ausschloß:

 

Geformt aus dem Ulmer Underground, aber alles andere als Nobodys etwa:

# Bastian Stimmig, als amtierender Lokalmathador hat er zusammen mit harry Ken den Mainfloor eröffnet
# Re.you der jetzt sein Glück in Berlin und der Welt macht
# Lukas Stern, der jetzt Gold im Stuttgarter Lehmann schürft

 

Dem standen dann die großen Namen von außerhalb gegenüber

# Sascha Braemer aus Berlin
# Moonbootica aus Hamburg
# Gregor Tresher aus Frankfurt

 

In der Kategorie Underdog wurde aufgeboten:

# Solvane aus Berlin
# Matchy aus Berlin
# Michael Nip, bekannt aus dem Betty Elms

 

Wie gesagt, schwerpunktmässig mussten wir uns, im Main Floor aufhalten, weniger aus musikalischer Überzeugung, sondern einfach aus der Not heraus, weil uns der Sub Floor wirklich zu laut war. Und weil wir uns keinen Tinitus einfangen wollten, mussten wir Re.yous knarzigen Elektro-Funk eintauschen gegen Moontbooticas lustlosen HighPeak-Upbeat-Gib-ihm-Sound. Dagegen ganz nach unserem Geschmack waren aber die Sets von Stimmig, Solvane und Sascha Braemer. Und für alle, die Braemer (noch) nicht kennen, hatten wir einen Ausschnitt aus seinem Live-Set @ Fusion 2018 Gig in MeckPom am Start.

 

Ja, was wird uns Decadance in 2019 bringen: Wie gesagt sie haben eine Residency im Eden, alle 2 Monate, dann wird es 3 x im Jahr auf Schloß Erbach die große Sause geben, dann der Schwörmontag wieder in der Frauenstraße im ehemaligen Militärgefängnishof und dann sind noch 2-3 Open-Air Gigs in der Planung, vermutlich eines in der Jakobsruhe in NU.

 

Und wie es auch kommen mag: Das Decadance Motto lautet ja "We trust in music". Und da kann man sich auf Senad und seine Crew verlassen. Und darauf kann man sich auch freuen. Doch wir bringen künftig Ohrstöpsel mit. Definitv.

 

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12.12.2018 Prognachlese CXXXIII @ 08.12.18

Wir statteten dem Nikolaus einen Konterbesuch ab - unter der uns bekannten Adresse: 133 Cherrymoon Drive -wo genau das ist, durften und wollten wir nicht sagen.

 

Und ähnlich wie der Great Gonzo, der ja bekanntermaßen eine gewisse Schwäche für Hühner hat, stimmten wir unseren Gastgeber milde mit einer hübschen Bandbreite elektronischer Untergrundtanzmusik. Damit machten wir unsere Aufwartung.

 

Wiederhören auf dieser Frequenz können wir uns nächstes Jahr - am 5. Januar ab Mitternacht. Habt ein frohes Fest und einen gelungen Rutsch. Und bleibt gesund. man weiß ja nie, wenn es rutschig draußen ist ...

 

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10.11.2018 Prognachlese CXXXII @ 09.11.18

Wir präsentierten ein Live-Set aus dem Arpeggio Labor - und hatten dazu die Devise ausgegeben: Tanzschuhe in Griffweite. Denn bis 2 Uhr stellten wir Euch ausführlich unser neues Spielzeug vor: Ein Traum aus Plaste. Das Schätzchen ist bestechend schlicht, verlockend schön, durchaus belastbar - und hält trotzdem still. Ideale Voraussetzungen für uns, um Spaß zu haben, für Euch, um sich beschwingen zu lassen und für den Äther, um sich bei 121 BPM mit Deep House Music fluten zu lassen. Hay una discoteca por acqui?

 

Der Weg zur Tanzfläche wurde aber etwas getrübt: Denn die Redaktion Schlecktronik versagte beim Uhrenlesen kläglich, überzog den Sendeplan um knapp 2 Minuten und sabotierte so die Eröffnung unserer Sendung samt Moderation. Zwar hat sich Schlecktronik zeitnah bei uns entschuldigt, aber der Leidtragende ist ja der Hörer.

 

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17.10.2018 Prognachlese CXXXI @ 13.10.18

Wir tauften es "Inzwischen" und fischten in der Welt gediegener Underground Dance Music und brachten neues von Pole Folder, Eze Ramirez, My Favorite Robot, Citizen Kain, Jimmy van M, Sebastien Leger, Pascal Feos, Cari Golden & Adam Lavelle, Hidden Empire, Der Dritte Raum u.v.m. 

 

Die Show war auch als Aperol Spirtzzzzz gedacht für unseren anstehenden DichterHouse Live-Act "Deep Apotheke". Und ja: Es spritzte.

 

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01.10.2018 Progdorf feat. Riva Deep präsentiert: DichterHouse - Deep Apotheke @ Die Apotheke, Ulm | 13.10.18 | 21 - 02

In der Ulmer Kulturapotheke knüpfen wir an unsere musikalische Reise "Deep Wilhelm" an und durchstreifen aufs neue das schattig-schöne Deep House Musik Revier. Den barhaftigen Elektro-Sound von Progdorf wird Riva Deep mit Gedichten verflechten, spicken, verfeinern: Mit Poesie von Benn bis Nietzsche, von Busch bis Ringelnatz - und selbstverständlich mit Goethe. Wo gibt es denn sowas? Im Herzen der Ulmer Oststadt! Am Willy-Brandt-Platz, in der ehemaligen Zundeltor Apotheke - am Samstag den 13.Oktober von 21 bis 2 Uhr. Das Eingrooven beginnt um 20.30 Uhr.

18.09.2018 Prognachlese CXXX @ 15.09.18

Zur Sendung kam ein zweistündiger Ausschnitt unseres Live-Acts "DichterHouse - Deep Wilhelm" vom 8.9.2018 @ Wilhelmsbar. Dort hatten wir das große Vergnügen, den Innenhof der Burg mit barhaftigem Deep Sound zu fluten und Riva Deep setzte dann Wasserröslein in Gedichtform darin ab.

 

Für die Radio-Show klingten wir uns in das Set ein bei Minute 40. Da lief noch die WarmUp-Phase ...

 

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14.09.2018 Prognachlese "Deep Wilhelm" II @ Amrei

Nachricht für Amrei: Bitte melde dich bei uns per Mail. Der Postbote konnte die Depesche für Dich leider nicht zustellen ....

11.09.2018 Prognachlese "DichterHouse - Deep Wilhelm @ Wilhelmsbar

Für fünf Stunden luden wir in der Wilhelmsbar zu "Deep Wilhelm". Ein Live-Act im DichterHouse-Format. Und das Publikum schien es zu lieben! Da sage noch einer Gedichte seien auf dem absteigenden Ast? Sie sind nur tiefgefroren und wir helfen beim Auftauen ...

 

Progdorf & Riva Deep bedanken sich für guten Abend! Fortsetzung folgt.

 

In der 130. Ausgabe von Progdorf senden wir einen Ausschnitt des Gigs.

03.09.2018 Progdorf feat. Riva Deep präsentiert: DichterHouse - Deep Wilhelm @ Wilhelmsbar | 08.09.18 | 19 - 24

DichterHouse ist, wenn House Music mit Dichtung verschmilzt. Von 19 bis 24 Uhr lädt Progdorf zu einer melodischen Reise durch die schattig-schönen Tiefen im House Music Revier. Die Musik wird barhaftig sein, gechillt und ab 20 Uhr gespickt & verflochten mit Gedichten, rezitiert von Riva Deep - von Brecht bis Rilke, von Busch bis Wedekind und natürlich mit Goethe.

 

Zum Verweilen & Entspannen. Zum Nachsinnen & Philosophieren. Aber auch zum Tanzen.  "Deep Wilhelm" eben.

 

weitere Details zur Veranstaltung:

# freier Eintritt

# kostenloser Bus-Shuttle

# Food Truck

# Decken & Feuerstelle vorhanden

22.08.2018 Prognachlese CXXIX @ 18.08.18

Passend zum Schnapsdatum 18.8.18 hatten wir eine Ode im Gepäck: Wir priesen das Zwielicht und spielten traurige Musik, die glücklich macht.

 

Die Huldigung des gebrochenen Lichts setzen wir übrigens am Samstag, 8.9.2018, fort und zwar auf der Wilhelmsburg. Zusammen mit Riva Deep werden wir ab 20 Uhr die Burg mit DichterHouse fluten und nennen es: Deep Wilhelm. Warm-Up ab 19 Uhr.

 

Ach ja: Zum spitzenmässige Post-Show Service geht es hier.

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27.07.2018 Prognachlese CXXVIII @ 21.07.18

Nun, das Ulmer Schwörwochenende stand vor der Tür - und wir hatten die Freude, es einzuläuten! Zu dieser Zeit begibt sich ja unsere hübsche Provinz in eine Art Extase, die Spötter als "Dorffest" titulieren. Wobei - Hand aufs Herz - bei einem Dorffest niemand auf die Idee kommen würde, an die Kirche zu pinkeln. Und wenn, dann bestimmt nicht ungesühnt. Doch wie dem auch sei: Ob Sünder oder Reiner. Ob weiße Weste oder Mephisto, alle waren herzlich eingeladen sich aufs Parkett zu schwingen und einzusteigen in diese Tanzveranstaltung, die wir "Club Bad" nannten.

 

Und mit Verstärkung von Riva Deep präsentierten wir bis 2 Uhr eine weitere Edition von DichterHouse: Der Kernschmelze exquisiter elektronischer Tanzmusik & großartig vollendeter Lyrik.

 

Wir fackelten auch nicht lange, stiegen ein bei 122 BPM und fuhren einen Mitschnitt unseres Live-Acts @ Alte Stanzerei. Von dem 3 1/2 Stunden Gig sendeten wir die letzten zwei Stunden, incl. Zugabe.

 

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30.06.2018 DichterHouse Sets @ Elektronische Fußpflege

Wir haben unsere "Elektronische Fußpflege" bei Soundcloud um die Playlist "DicherHouse" erweitert und mit zwei Sequenzen bestückt:

 

  • Musik für Katzenküsser: hypnotisch | deep  | smooth
  • Pflücke die Nacht: deep | tanzbar | rührend | Carpe Noctem Live Mix von "Time" (Pachanga Boys | Hippie Dance)

 

Progdorf feat. Riva Deep = House Music verschmilzt mit Dichtung. Fortsetzung folgt. Enjoy.

 

Hier geht es zum Set.

25.06.2018 Prognachlese CXXVII @ 23.06.18

Im Studio herrschte Ausnahmezustand. Denn Progdorf feat. Riva Deep zogen ein neues Glied auf die Perlenketten "DichterHouse" auf und präsentierten "Pflücke die Nacht". Eine Einladung, die nicht nur Hüften, sondern auch Herzen zum Schwingen brachte. Denn Riva Deep setze Akzente, die auch die Tränendrüse stimulierte. Glücklicherweise waren die meisten unserem Rat gefolgt und hatten Tanzschuhe angestreift, somit gelang es überwiegend, die Ergriffenheit in Körperbewegung überzuleiten. Oder um es mit Oli Kahn zu sagen, der seine eigenen Fragen beantwortet: Wie heisst es auf schlau? - "Carpe Noctem".  Gerne.

 

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29.05.2018 Prognachlese CXXVI @ 26.05.18

Kann sich Geschmack verirren? Sicherlich. Selbst wenn es um französischen Weichkäse geht. Ein Grund mehr die 126. Ausgabe von Progdorf "Loaded in Brie" zu taufen.

 

Ein anderer Grund ist der Urheber: "Stoney René". Er eröffnete das Tape mit Elektro-Pop aus dem vorigen Jahrhundert, um dann scharf abzubiegen und aus Grooves Ruhe erwachsen zu lassen. Schließlich das Steuer rumzureissen in Richtung House - deep, elektro, techy. Eine Reise in H-Dur. H wie hübsch.

 

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30.04.2018 Prognachlese CXXV @ 28.04.18

Wir hatten die fantastische Möglichkeit, unsere 125te Ausgabe ein zweites Mal zu feiern und zu produzieren. Denn die letzte Sendung kam ja nicht zur Ausstrahlung - die Sendertechnik tilte, ein Software-Bug wie es hieß. Doch da eine Wiederholung nicht in Frage kam (die letzte Sendung war extra für den Ostersamstag maß geschneidert) konnten wir uns nun was hübsches neues überlegen - und präsentierten Euch: Musik für Engtänzer. D.h., 22 handverlesene Schmuckstückchen , alle liebevoll zusammengemischt, zu einem unwiderstehlichen Wahnsinn, zu einen zweistündigen Trip zwischen 70 und 125 BPM. Allen Freunden des Deep Dancefloors zum Wohlgefallen.

 

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01.04.2018 Prognachlese CXXV @ 31.03.18 - no show

Aufgrund einer technischen Störung bei Radio freeFM wurde die 125. Ausgabe von Progdorf nicht ausgestrahlt. Stattdessen lief irgendetwas anderes. Es muß wohl der Vollmond gewesen sein, der unseren hübschen "Ostermarsch" für sich haben wollte.

 

Das Erfreuliche daran ist, 1) für Ostern 2019 haben wir schon die Sendung fertig und 2) wir können die 125te Sendung nochmal machen, und uns was neues überlegen. Schade ist es trotzdem. Aber wenigstens hatte der Mond seinen Spaß.

 

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08.03.2018 Prognachlese CXXIV @ 03.03.18

Another blast from the Underground Dance Music section! Progdorf feat. Riva Deep präsentierte: Musik für Katzenküsser.

 

Eine zweistündige Hypnose-DichterHouse-Revue für Katze, Kater und Wirte, die elektronische Tanzmusik lieben. In dem Tape verschmolzen wir chilligen Tech Deep House mit Dichtung.

 

Das Set begannen wir in Downtempo. Schraubten uns dann nach oben um zur 124ten Ausgabe eben diese Zahl als BPM anzusteuer. Guess what? Wir legten eine Punktlandung hin. Für die Kätzchens, für die Katzenküsser. Für uns alle.

 

Und im Nachgang können wir es je verraten: Über all dem stand als Leitmotiv - abgeleitet aus einer Magarete Thatcher Redewendung - subliminal dieser großartige Witz Craig Ferguson Witz: "If you want anything said, ask a man. And if you want anything done, ask a woman. And if you want absolutely nothing said or done, ask a cat."

 

Apropos Fragen und wo wir gerade dabei sind. Kennen Sie den schon? "How do you know when your cat has done cleaning herself? She is smoking a cigarette." (Geoff Peterson)

 

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08.02.2018 Prognachlese CXXIII @ 03.02.18

Die Sendung stand ganz im Zeichen des "Minister for Loneliness". Und der sieht seine Erfüllung darin, "wenn Musik nicht mehr Einsamkeit, sondern Gemeinsamkeit bedeutet."

 

Wir begannen mit einem geschmeidigen House Set (zunächst hypnotisch, dann treibend), um nach 70 Minuten dann einen Turnover einzuleiten. Wir verließen die House Music Schublade und vermeldeten "And now, for something completetly different" und machten Euch mit den "Irrungen und Wirrungen des jungen Müllers" (Harmut Höll) vertraut.

 

Denn in Berlin fand vom 12. bis 14. Januar im Pierre Boulez-Saal ein Schubert-Wochenende der Extraklasse statt. Mit Konzerten, Einführungsgesprächen und der Probe der Meisterklasse wurde dem Kunstlied gehuldigt und das ehrenhafte Bestreben fortgesetzt, alle Schubert Lieder zur Aufführung zu bringen. Franz Schubert ist ja nicht alt geworden, aber er war ungemein produktiv. In seinem Schaffensdrang warf er mehr als 600 Kunstlieder in die Welt. An der Berliner Charlottenstraße hörten wir 70 davon.

 

Was ein Kunstlied ist? Es ist eine besondere Kunstform. Sie vereint Wort und Ton. Aus dem gelesenen Wort entsteht musikalische Form. Der Musiker überträgt das Gedicht in seine Sprache und vermischt - gleichberechtigt - drei Künste :

1) Vortrag eines Gedichtes (Interpretation, Ausdruck, innerer Überzeugung)

2) Gesang, denn die Lyrik wird nicht gesprochen, sondern melodiös gesungen

3) virtuose Klaviermusik eines Pianisten, der nicht nur begleitet, sondern selbständig gestaltet.

 

Der Sänger aber, muß nicht nur Sänger, sondern auch Schauspieler, Poet und Maler sein. Maler insoweit, als er im "Haus der Resonanz" seine Worte zu färben hat. Aber um die Farbe zu wählen, hilft es sehr, so Richard Strokes, wenn Sänger und Pianist möglichst viel über den Dichter und den Komponisten wissen. Für den Sänger reicht es nicht aus, die Lyrik nur zu artikulieren. Er muß die Worte interpretieren und sich dann für einen Ausdruck entscheiden. Und darin liegt auch für Hartmut Höll die Faszination: Der Sänger trägt das Lied nicht nur vor, sondern kann selbst zum Ich mit der lyrischen Lebenssituation werden - wenn er sich wirklich darauf einlässt, mit aller Empfindsamkeit. Der Sänger muß nicht den Saal von seiner Interpretation überzeugen, aber er muß sie überzeugend rüberbringen. Thomas Hampson brachte diesen Anspruch in dem Workshop mit seinen Meisterschülern auf die einfache Zauberformel: "Is this a happy song, or a sad song? ... Tell me that story."

 

Für das Publikum bedeutet so ein Liederabend, die Verheißung, engagiert, berührt und gerührt zu werden. Ein Erlebnis zu warten - bei jedem einzelnen Lied. Das Verlangen, in diesen drei Minuten eine andere Welt zu erfahren. Und davon war in Berlin, vor stets vollem Haus, einiges geboten:

 

Am Freitag das Abendkonzert mit dem Schubert Altmeisterbariton Matthias Goerne (am Klavier: Alexander Schmalcz), der für den erkrankten Thomas Hampson (Klavier: Wolfram Rieger) einsprang. Samstag: Öffentliche Probe und Abschlußkonzert der Meisterklasse  unter der künstlerischen Leitung von Thomas Hampson; von den Meisterschülern stachen Susan Zarrabi, Kieran Carrel und Jonas Böhm hervor. Und Jonas Böhm so sehr, daß er beim Abschlußkonzert als einziger Bravo-Rufe kassierte. Am Abend dann das Konzert mit der zauberhaften Sopranistin und Erzählerin Christiane Karg, begleitet vom grauhaarigen Wunderkind Wolfram Rieger. Am Sonntag vormittag schließlich die Matinee mit den Rising-Stars des Schubert-Nachwuchses: dem Bariton Ludwig Mittelhammer - begleitet von Jonathan Ware. Wir finden: Ein Traum-Duo, dem wir viel Erfolg und eine glänzende Zukunft wünschen.

 

Und um ein Gefühl davon zu übertragen, was wir dort erleben durften, taten wir so, als ob wir den Hörer mit ins Konzert zu Matthias Goerne & Christoph Eschenbach schleusten, der "die schöne Müllerin" (D.795) gab und dabei sein Innerstes nach Außen kehrte. Da aber für den gesamten Zyklus - es sind 20 Gedichte aus der Feder von Wilhelm Müller, die Franz Schubert vertont hat - unsere Sendezeit nicht ausreichte, trafen wir eine Auswahl, hüpften durchs Drama und gaben Euch Orientierung* zur Handlung.

 

Über den Zyklus schreibt der Reclam Liedführer :"Der Zyklus berichtet in der Form einer in lyrische Selbstbekenntnisse aufgelösten Ich-Erzählung vom Glück und Leid eines jungen Müllerburschen. Er ist auf der Wanderschaft in eine Mühle einkehrt und findet die Liebe der schönen, aber auch treulosen Müllerin. Sie verlässt ihn um des Jägers willen, er macht seinem Leben im Mühlbach ein Ende. Sein Vertrauter ist der Bach, der ihn auf der Wanderschaft begleitet, ihn zur verhängnisvollen Mühle lockt, seine frohen und traurigen Bekenntnisse anhört und dem Enttäuschten, Müden am Ende in den Todesschlaf singt."

 

Für Richard Strokes sang Christiane Karg übrigens eines der schönsten Schubert Lieder überhaupt. In "Des Lebens Tag ist schwer und schwül ..." (D. 788) dichtet Ferdinand Leopold Graf zu Stolberg-Stolberg im beliebten Sujet der Todessehnsucht: "... Uns sammelt alle, klein und groß. / Die Mutter Erd´ in ihren Schoß; / O säh´n wir ihr ins Angesicht, / Wir scheuten ihren Busen nicht!" Was der Dichter meint: Man muß dem Tod ins Angesicht sehen, dann wird man keine Angst haben. Als Schubert an dem Lied arbeitete schrieb er in einen Brief an seine Eltern über seinen Bruder Ferdinand: "Der Ferdinand muß wohl 77 mal krank gewesen sein. Als ob das Sterben das Schlechte wäre, was uns Menschen begegnen könnte." Als Schubert dies schrieb war bei ihm bereits die Syphilis ausgebrochen und er wusste, daß seine Tage gezählt waren. Die Angst vor dem Tod hat er in dem Lied überwunden. Er taucht den Text des Gedichtes in eine "erdentrückte Seligkeit".

 

Oder um es mit Thomas Hampson zu sagen: "Die Wirksamkeit eines Liederabends ist ein Bouquet von menschlichen Dimensionen, das jeder für sich nach Hause nimmt."

 

Etwas anderes steht noch hier. Zur Playlist geht es da.

 

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*= Die Orientierung zur Handlung, angelehnt an das Schubert Liedlexikon:

Lied 2: Es wird die Frage nach dem Wohin der Wanderschaft gestellt. Den Bach zieht es hinunter ins Tal. Ihm muß der Müller wie unter Zwang folgen - ohne seine Straße selbst zu kennen.

 

Lied 4: Schließt die Vorgeschichte idyllisch in G-Dur ab. Noch immer geht es um das "wohin" der Wanderschaft. Aber die Frage wird fokussierter gestellt. Allerdings gibt es aber auch keine wirkliche Antwort. Jedoch erfahren wir von den Aufgaben des Müllerburschen: "Für die Hände, fürs Herz."

 

Lied 6: Fürs Herz ist nun gesorgt. Und das H-Moll kündigt wilde Leidenschaft an. Das Gedicht kreist um die einzige Frage des Müllerburschen. "Liebt sie mich?" Er wendet sich an den Bach, der bislang aber auch sonst keine Antworten gegeben hat und "auch heute so stumm" ist.

 

Lied 8: Uns erwartete der innere Konflikt des Müllerburschen. In den Fragesätzen unternimmt er den Versuch, die äußere Realität zu deuten. Die Deutungsversuche sind dürftig und negativ und stehen im Bezug zum Kummer des Herzens.

 

Lied 16: Von der schönen Müllerin haben wir mittlerweile erfahren, daß Sie grün gern mag. Und deshalb auch dem Jäger schöne Augen macht. Das ironisch als "liebe Farbe" betitelte Grün wird zur dämonischen Macht, die den Müller überall verfolgt. Das Ich, das hier spricht, ist zu Tode verzweifelt, denn des Müllers Schatz hat´s Grün so gern. Schubert hat das Gedicht in H-Moll gesetzt, der Tonart der Gelduld und der stillen Erwartung des Schicksals. Der Weg des Müllerburschen scheint vorgezeichnet, wenn in der Oberstimme der Klavierbegleitung beständig ein Fis repetiert wird, das gemeinhin als Totenglocke gedeutet wird.

 

Lied 18: Das Drama näherte sich dem Höhepunkt: Die E-Moll Akkorde des Vorspiels erinnern an einen Trauermarsch. Der Müller imaginiert seinen eigenen Tod und die Auferstehung der Liebe anhand des Bildes der "Blümelein". Die verwelkten Blumen der Müllerin sollen ihm ins Grab gelegt werden. Sie werden zu blühen beginnen, wenn die Müllerin seine Treue erkennt. Es wird eine Friedhofszene heraufbeschworen, in der das Gefühl der Erlösung aufkommt, die allerdings unerfüllt bleiben muß.

 

Lied 19: Es entspinnt sich ein wirklicher Dialog zwischen dem Müllerburschen und dem Bach. Der selbstquälerisch-resignativen Haltung des Müllers setzt der Bach eine spirituelle Weltsicht entgegen. Eine Art innere Instanz, die Verantwortung übernimmt. Dieser Sinn erschließt sich dem Müller nach seinen irdischen Liebesqualen nicht mehr und er sucht den Tod im Wasser.

 

Lied 20: Der Bach bestattet den Müllerburschen im "blauen kristallenen Kämmerlein" und singt ihm sein Schlaflied dazu. Der Schlußakkord ist dann das Nach-Hause-Kommen. Das Ziel des Wanderers ist erreicht: Halt, Ruhe und Treue sind gefunden. Freud und Leid sind aufgehoben. Das Gedicht klingt aus mit einem Bild des Friedens.Gehalten in E-Dur verspricht das Lied Erlösung.

16.01.2018 Prognachlese CXXII @ 06.01.18

Auch die diesjährige "Deep Neujahresansprache" war in DichterHouse verfasst. Die Vereinigung von Deep funky House Music und Dichtung. Elektronische Tanzmusik verschmilzt mit Lyrik. 10 Kanäle plus ein Mikron. Kurz: Progdorf  feat. Riva Deep. Das gibt es nur bei uns. "Leicht wie die Taube und gute Botschaft tragend" ....

 

Etwas anderes steht noch hier. Zur Playlist geht es da.

30.12.2017 Progdorf Releases @ Beatport

Wie Beatport mitteilt, hat es den Artist-Service für Mixes, Playlists und DJs eingestellt. Eine Folgelösung strebt das kalifornische Unternehmen nicht an. Progdorf ist davon betroffen. Alles, was wir dort veröffentlicht haben (Mixes, Charts, DJ Facts) ist nicht mehr erreichbar. What the F***!

 

Als Folge dessen, laufen nun in unserer elektronischen Fußpflege bei Soundcloud die Buy-Links (nach Beatport) ins Leere.

 

Wir bitten um Verständnis.

12.12.2017 Prognachlese CXXI @ 09.12.17

Eine Extra-Schicht Synthesizer lag über dieser zweiseitigen Show. Zunächst wagten wir den ungemixten Spagat zwischen Retro Elektro vs. Tech House, mit elektronischer Tanzmusik aus dem Herzen Europas - nämlich aus Brüssel - und stellten Euch neue Arbeiten der Labels Reworck und Sub-Continetal vor. Im Anschluß daran kamen wir dann zu unserem diesjährigen Wunschkonzert. Eine Tradition hier bei Progdorf: Wir hatten nach Eurer Lieblingssendung des auslaufenden Jahres 2017 gefragt - und die Antwort spielten wir dann: Nämlich die 111 Sendung, die zurecht den Titel trug und trägt: Als ihn die Küste küsste.

 

Doch zurück nach Brüssel. Von Reworck, dem Label von Pole Folder, erscheint demnächst eine zwei Track EP von Just Hear. Unser Favorit daraus ist "Report Card". Ganz klar. Im Verhältnis zu diesem treibenden Arp-Wunder ist die zweite Nummer, "Corvus", ausgenommen chillig.

 

Die Sendung eröffneten wir mit der Arbeit des Formation "Frozen Nation". Das Trio hat im September bei Sub-Continental sein erstes Album veröffentlicht. Daraus wählten wir drei Nummern aus. Den Anfang machte der Titelsong "Dark Belgian Disco". Das Album winkt mit 10 bunten Elektro Wave Pop Tracks, allesamt gehalten im Sound der 80er Jahre. Wobei "Frozen Nation" nicht einen auf Vintage machen. Das ist Vintage. Jedenfalls technisch gesehen. Denn als viertes Bandmitglied wird ein gewisser "Elvis" aufgeführt. Elvis ist ein modularer Synthesizer aus den 70er Jahren, und das Herzstück der Produktion. Um ihn gesellen sich Synthis, Sampler und Sequencer, die vor 30 Jahren State of the Art waren und den elektronischen Pop Sound dieser Zeit prägten - besonders in UK. Geräte wie der Prophet VS, der Oberheim Matrix 1000, der Esq1 von Ensoniq. Alles Modellbezeichnungen, die beim ersten Tastendruck umgehend an Vince Clark, OMD, Kraftwerk oder Jean-Michel Jarre erinnern. Aber das ist auch kein Zufall. Denn das Album "Dark Belgian Disco" steht im Lichte der tonangebender Electro - Pop - Wave Künstler dieser Zeit. "Frozen Nation" nennen als musikalischen Einfluß, unter anderem: Depeche Mode, Moroder, Kraftwerk, New Order, Joy Division, Alphaville und Heaven 17. Was für uns bedeutet: Die Band ist tief verwurzelt mit dem Sound der Zeit. Und das kann man hören. Und wem diese Musik gefällt, kommt auf seine Kosten. Die für unseren Geschmack schmissigste Nummer des Albums ist ein Song, mit Ohrwurmfaktor. Ein Popsong vom Feinsten. Ein Track der uns selbstverständlich mächtig an die Pet Shop Boys erinnert (Akkordlauf, Aufbau, Text). Mit einer Titel-Romantik, wie sie nur Pop Musik hervorbringen kann: "I failed for you". Herrlich.

 

Die doppelte Portion Synthesizer, die im Äther schwang, sang für Euch unsere "Electro Disco Ballad".

 

Etwas anderes steht noch hier. Zur Playlist geht es da.

07.12.2017 Wunschkonzert? Make a wish!

Es ist Tradition bei Progdorf, daß wir in der letzten Show des laufenden Jahres ein Wunschkonzert veranstalten.

 

Wir fragen unsere Hörer, welche Sendung des auslaufenden Jahres war der Favorit? Und das Ergebnis spielen wir am 9.12.2017. Die Auswahl hängt zur Erinnerung hier.

 

Also los, bringt unsere Mailbox zum Glühen: contact[at]progdorf.de.

17.11.2017 Prognachlese CXX @ 11.11.17

Seit Tagen freuten wir uns auf diesen Tag - auf Feuer und auf Spielchen. Umso herzhafter priesen wir Martini. Aber nicht das klebrige Zeugs, das bei Maßlosigkeit Kopfschmerzen bereiten kann, sondern: St. Matin. Dafür zettelten wir einen Festumzug an und spielten dazu progistische Martinslieder. Und selbstverständlich durfte auch der Martinsmann nicht fehlen. Den gab der Moderator gleich mit. Umso schade, daß über den Äther seine Maske nicht sichtbar war. Aber sie war fühlbar. Right?

 

Mehr zu "Progistische Martinslieder" steht noch hier. Zur Playlist geht es da.

17.10.2017 Prognachlese CXVIX @ 14.10.17

Wir haben zur Schattenjagd geblasen und brachten neues, schönes, schattiges aus dem House Music Revier. Besonders im Visier war melodischer & groovender Tech House, treibender Deep House und filetierter Electro Funk.

 

Heimlicher Höhepunkt dieser 119ten Ausgabe war uE die Playlistposition # 7 / 8:
Dort konnten wir unsere Interpretation einer Wiedervereinigung von Deep Dish ausleben und vermischten Sharam und Dubfire miteinander. Kleine Träumerei am Rande.

Etwas anderes steht noch hier. Zur Playlist geht es da.

 

Bei Soundcloud und Beatport gibt es auch noch was zur Schattenjagd.

19.09.2017 Prognachlese CXVIII @ 16.09.17

Wir hatten einen guten Freund zu Gast und ließen ihn ausführlich zu Wort kommen: Darkness

 

Zum Eingrooven fingen wir im aber noch im Halbdunkel an und bauten Euch eine Brücke in die Düsternis.

 

Mehr zu "Hello darkness, my good friend" steht noch hier. Zur Playlist geht es da.

27.08.2017 Prognachlese CXVII @ 19.08.17

Wir sagen was wir machen. Und wir machen was wir sagen. Und wiesen deshalb auch darauf hin, daß die Zeit reif sei, für die Sache mit der "Happy Rosa Pony Farm".

 

Etwas anderes steht noch hier. Zur Playlist geht es da.

25.07.2017 Prognachlese CXVI @ 22.07.17

Zur Eröffnung des Ulmer Schwörwochenendes rollten wir süße Düsternis aus und gossen flotten Progressive House in die Brause der Schwörsause. Dafür setzen wir sogar das Tempo auf untypische 128 BPM (hoch). Aber der Sound konnte das - und wollte das. Und Wollen-was-man-kann, nennt man dann Playlist. Die Blumen dafür gehen an Deep Dish. Ohne ihr fantastisches "Yoshiesque Two" hörten wir weder Eastcoast, noch Westcoast. Progfefe.

 

Etwas anderes steht noch hier. Zur Playlist geht es da.

07.07.2017 Prognachlese CXV @ 24.06.17

Ihr wurdet Zeuge eines Duells. Denn wir liessen Dunkelheit auf Licht treffen und brachten bis zwei Uhr den Mitschnitt "Pistols at dawn, I say!" - ein Duell im Format DichterHouse. Unter dieser Marke lassen wir deutschsprachige Dichtung auf elektronischer Tanzmusik stoßen. Underground Dance Music vs. Poetry. Oder: Progdorf vs. Riva Deep.

 

Die Gedichte feuert die abgezockt fantastische Riva Deep zu unserem Deep techy House Set ab. Und der Mann hinter den Decks hält mit 10 Kanälen dagegen, mit Loops und Step-Sequencer. Ein musikalischer Zweikampf mit Happy Ending. Wo gibt es denn sowas?

 

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29.05.2017 Prognachlese CXIV @ 27.05.17

Wir brachten die Pole Folder Triologie 2017 zum Abschluß. Ein kleines musikalisches Triptychon zum belgischen Musiker, DJ, Remixer und Labelmann Pole Folder.

 

Wir begannen mit einer 40minütigen Kurzreise durch das aktuelle Werksverzeichnis von Pole Folder und seinem Label Reworck. Dann knüpften wir an die letzte Sendung an und blendeten uns da in den Guest-Mix von Pole Folder ein, wo wir das Set verlassen hatten: Sendeten den Rest vom Fest des ungespielten Teil seines Live-Sets "The Night Becomes Electric" vom 3.2.2017 und haben hoffentlich nicht zu viele Hörer auf die Probe gestellt. Denn Schonkost war das keine. Wir hörten Pole Folder dabei zu, wie er die Warm-Up-Phase definitiv hinter sich läßt. Es ist die Zeit, in der sich die Stimmung verdüstert, der Sound vergröbert. Wo ausführliche Breaks den Wechsel in tiefere Etagen einläuten und überleiten. Wo wir mit einer anderen Seite von Pole Folder Bekanntschaft machen.

 

Etwas anderes steht noch hier. Zur Playlist geht es da.

19.05.2017 Happy Birthday, PoleFolder Soundcloud-Update

Pünktlich zu Pole Folders Geburtstag haben wir bei unserer elektronischen Fußpflege auf Soundcloud einen Auszug aus seinem Guest-Mix "The night becomes electric" vom 3.2.2017 veröffentlicht. Zur elektronischen Fußpflege geht es hier.

05.05.2017 Prognachlese CXIII @ 29.04.17

Mit Wärme, Tiefe & Energie konnten wir den Äther und den roten Teppich fluten: Pole Folder on the air - exklusiv bei Radio free FM! Der belgische Musiker, DJ, Remixer und Reworck Labelchef hatte uns einen Guest-Mix übermittelt. Es ist der Mitschnitt seines Live Sets vom 3.2.2017 aus der DJ-Reihe "The night becomes electric" in der Brüsseler Lokation "The Crazy Circle".

 

Im Februar 2016 hatten wir Pole Folder in Brüssel getroffen und wohnten einem fünf Stunden Liveset im The Crazy Circle bei, um anschließend den Wahnsinn zu einer vierstündigen Sondersendung (PDR 98) und zu zwei Videos zu verarbeiten. Wir nannten es: "When the night becomes polefolderic". Was seitdem geschah - was noch kommt - wie es klingt. Darum sollte es in unserem Pole Folder Update 2017 gehen.

 

Zum Soundtrack der Show: Pole Folders Guest-Mix umfasste 3,5 Stunden. Daraus konnten / durften / mussten wir schöpfen und wählen. Den Einstieg in den Mix wählten wir bewußt recht früh: Bei Minute 13. Es ist die Warm-Up Phase. Eine Kunst, in der Pole Folder brilliert. Er versteht es, Stimmungen aufzubauen und auszubauen. Der BPM Zähler zeigt 116 - und verweilt dort nicht nur einstweilen. Um später dann im Stundentakt plus Eins zu wachsen. Denn Pole Folder hat Zeit. Er ninnt uns mit auf eine musikalische Reise durch das Deep House Music Genre. Melodic & Techy. Elektronisches mit Seele und Beat. Für zwei Stunden sind wir mit von der Partie. Deep Inside. Und es wird erlebbar, was wir meinen, wenn wir sagen: Pole Folder ist der David Lynch des Tech House. Der Bob Ross des Progressive House. Wir sind dabei, wenn einer von beiden malt, was er fühlt - und hören dabei zu: Zu Songs oder Fragmenten addiert Pole Folder erfundene Arpeggios, extra Percussions, Loops, Harmonie und Düsternis. Soll es hypnotisch sein? - Bitte schön. Energieschub gefällig? - Voila! Doch noch bevor der Abend finster und treibend wird, klinkten wir uns aus dem Set aus. Diesen "rough" Teil heben wir uns für die nächste Sendung (PDR 114: "Nachspiel") auf.

 

Um Pole Folder musikalisch näher kennenzulernen, empfehlen wir sein Konto bei Soundcloud (https://soundcloud.com/pole-folder). Beim Durchhören fällt dem aufmerksamen Lauscher auf, daß es einen polefolderischen Sound gibt, der heute nur eine Spur technoider und elektronischer klingt, als noch vor zwei Jahren. Stil wächst und entwickelt sich. Durch Zeit und Technik? Ob es damit zu tun hat, daß Folder neue Klangrichtungen erforscht? Wohin zieht es ihn? Wie steht es um seine Expedition "Exploring New Directions"? Hat sie schon Zwischenziele erreicht? "I'm still working on it. Trying to find the right elements of tools for the sound writing. I'm close to the goal but that step needs time." antwortet Pole Folder und ergänzt: " I'll release soon again on Reworck with a fantastic remix from Olderic. I have also some remixes coming out on different labels." Gesagt, getan. Wenige Tage später erschien bei Reworck sein neuer Track "Gate of the sun", nebst Remix. Musik sagt mehr als Worte.

 

Mit "Gate of the sun" legt Pole Folder eine Nummer hin, die seinen Deep Sound als DJ summarisch adoptiert und zu neuen Minuten hypnotischer Tiefe & Wärme überführt. Ausbaut und zementiert. Und die Befähigung zum Selbstzitat hat er. Im Februar erschien bei Click Records sein fantastischer Tiefseetauchgang "St. Pauli"  - einschließlich Remix. Wir berichteten (PDR 112: "Vorspiel"). Seine EP "Belgitude" wirkt da wie ein Zwischenspiel.

 

Eine besondere Spielwiese ist für Pole Folder das Remixen. Hier kamen Interpretationen für Labels wie Movement, Baroque oder Tulipa zusammen. Quasi noch ofenfrisch ist seine Fassung zu "Regen" (Sound Avenue) von Agustin Basulto. Oder auch seine Variation von "Sirop" (Just Movement) des griechischen Künstlers "Tash". Bei beiden Stücken empfehlen wir den Vorher-Nachher-Vergleich. Denn bei beiden Titeln schafft er es, dem Original die gewisse polefolderische Note zu geben. Man hört es raus. Man erkennt ihn wieder.

 

Spannender als die Retrospektive ist der Blick in die Glaskugel. Was in Sachen Dj Booking bei Pole Folder geboten ist, verriet uns seine Booking Managerin, Marie-Alixa Wilson. Für Juni steht eine Argentinien Tour an. Für den Sommer sind Club- und Festival Termine besonders in Holland (23.06 @ Amsterdam Recycle Lounge; 16.07 @ Woodstock @ Bloemendaal mit Hernan Cattaneo ) und Belgien (02.07 @ The Dansant Belgien) geplant. Für September stehen Zagreb & Budapest auf dem Programm.

 

Ein ganz besonderer Gig wird aber sicherlich seine Geburtstagsparty am 19. Mai wenn er in Brüssel zusammen mit seinem langjährigen Gefährten CP einen Abend mit den Namen "Apollo" ausruft. Mit "Apollo Vibes" feierten Pole Folder & CP ihren Durchbruch. John Digweed hatte einen guten Riecher, als er das Duo bei Bedrock unter Vertrag nahm und ihnen ein Plätzchen in seinem Gewächshaus einheizte. Der Rest ist Geschichte. Wir berichteten (siehe PDR 98).

 

Und 15 Jahre später? Rollentausch. Jetzt  ist er der Labelchef und nimmt Künstler unter Vertrag. Über das Label sagt Folder: "Reworck is on a very nice way. With new artists on board. Its a nice community growing up of talented artists." Seit Juni 2016 sind fast ein halbes Dutzend Arbeiten erschienen. Sehr zu empfehlen ist das Album "Without You" von Just Hear - dort besonders der hübsche House Remix der Stuttgarter Formation "Vamos Art". Die Arbeiten des Neuzugangs Laurent Chanal runden das Soundspektrum des Labels in Punkto Trance ab.

 

Und was ist für Pole Folder selber wichtig? "For me the most important thing is to continue to produce with freedom and get the chance to meet people who are connected to what I do." Da ist er bei uns goldrichtig. Wir bleiben an ihm dran und planen für Anfang 2018 ein weiteres "Update". Aber vielleicht klappt es ja auch schon früher. Auf jeden Fall rollen wir dann wieder den roten Teppich aus.

 

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25.04.2017 Coming up PDR113: The Pole Folder Update

Der Guest-Mix von Pole Folder ist da. We are excited!

04.04.2017 Prognachlese CXII @ 01.04.17

Es war ein guter Tag für die elektronische Tanzmusik. Denn wir beglückten die Hörerschaft mit einem zweistündigen Vorspiel: Pole Folder hat sich nämlich für die nächste Sendung angekündigt und wird uns bespielen.

 

Dazu rollten wir testweise schon Mal den roten Teppich aus. Saugten ihn ab, ließen uns richtig schön Zeit und kosteten die 120 BPM voll aus.

 

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09.03.2017 Prognachlese CXI @ 04.03.17

Nachher ist mehr gerne klüger als vorher. Und so hätte diese 111. Ausgabe von Prodorf auch unter dem Titel "Musik für HiHat-Fetischisten" firmieren können. Hat sie aber nicht. Schade eigentlich: Die Gelegenheit für so eine Überschrift gibt es nicht alle Tage. Zzz Zzz Zzz.

 

Denn wir ließen Euch daran teilhaben wie es klingt, wenn elektronische Tanzmusik bei Orkanwarnung aufgeführt wird. Waren wir doch an der Küste und schoben mit 122 BPM gegen Windstärke 8 an. Wie das gehen soll? Nun, 1 DJ, 3 Kontroller, 10 Kanäle. Das Resultat schickten wir durch den Äther: Progdorf live @ Windstärke 8 (Cuxhaven) und nannten es: "Als ihn die Küste küsste". Ein Dauerremix - zwischen Retro und Progressive -, der Liebhabern zischender Becken die Freudentränen in die Augen trieb.

 

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01.03.2017 Coming up PDR113: Pole Folder

In der Progdorf Radio Show #113 vom 29.4.2017 wird uns Pole Folder beglücken. Wir hoffen auf einen Guest-Mix und Antworten auf ein paar Fragen. Können es kaum erwarten.

15.02.2017 Souncloud update

Um "Music for lost Valentions" haben wir unsere elektronische Fußpflege bei Soundcloud erweitert. Und zwar mit einem Remix der wundervollen Nummer "After All" von Oliver Koletzki feat. Nord. Die Sequenz stammt aus dem Set "Symphonie vom gähnenden Knie", Playlistposition vier bis sechs und dauert 11:47 Minuten.  Da die Remixe von Claptone und Kellerkind nicht über 7:16 Minuten Spielzeit hinauskommen, könnt ihr Euch auf eine neue Perle gefasst machen .... Das gilt natürlich auch für "lost Valentinas" ... Zur elektronischen Fußpflege geht es hier.

07.02.2017 Prognachlese CX @ 04.02.17

Die 110te Ausgabe von Progdorf begann dieses mal 60 Minuten später als gewohnt - allerdings geplant. Denn der Sender übertrug bis 1 Uhr das Live-Konzert "Bands gegen Rechts". Im Anschluß daran klatschen wir dann nahtlos ab und hängten noch ein Tänzchen gegen Rechts hinten dran.

 

Dazu sendeten wir den Mitschnitt eines Live-Gigs von Progdorf feat. Riva Deep - aus der Reihe "DichterHouse". Also, wenn wir Dichtung mit schöner, treibender House Music verschmelzen. Das Set nannten wir "Club Bad" und lieferten bis 2 Uhr Underground Dance Music der tiefgängigen, dunklen und düsteren Art. Und Riva Deep streute hier und da etwas Lyrik dazu ein. Bei 126 BPM etwas Brecht gefällig? "DichterHouse" macht es möglich.  Und der getanzte Widerstand kommt dann von selbst.

 

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10.01.2017 Prognachlese CIX @ 07.01.17

Zur Eröffnung der Saison 2017 hatten wir für unsere Hörer etwas außergewöhnlich Schönes vorbereitet. Wir präsentierten: "DichterHouse". Unter dieser Marke wird deutschsprachige Dichtung mit elektronischer Tanzmusik verschmolzen. Die Gedichte taucht Riva Deep in die funky House Beats, die ihr Jörg Graßdorf im 4-Deck-Modus vorlegt. Die Auswahl der Gedichte ist durchgängig erstklassig und reicht, bei zwischen 120 und 123 BPM, von Brecht bis Wedekind. Wo gibt es denn sowas? Die Frage hatten wir uns verständlicherweise gleich gestellt, zugegriffen und eine Sendung vorproduziert. Als Titel für diese Ausgabe wählten wir "Neujahrsansprache".

 

Daß dann für die ersten vier Minuten Glocken läuteten, war zwar abstrakt passend, aber nicht vorgesehen. Was war geschehen? Die Redaktion der vorhergehenden Sendung war nicht in der Lage, den Sendeplan einzuhalten und überzog um 258 Sekunden. Dem Hörer blieb so die Einführung in die Sendung vorenthalten. Am Kern änderte sich aber nichts. Praktizierter Hochgenuß bleibt Hochgenuß. Das "menschliche Versagen" der anderer nehmen wir aber zum Anlaß und versprechen für 2017 progistische Leidenschaft in Höhe von satten 102,6%.

 

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14.12.2016 Prognachlese CVIII @ 10.12.16

Knecht Schubrecht kam vorbei und ihr durftet Euch was wünschen. Besser gesagt mitbestimmen, Denn dies war die letzte Session in diesem Jahr. Und wir dachten uns: Hmh, ein Hörer-Wunschkonzert wäre doch ganz nett. Gedacht, getan. Ad-hoc Umfrage gestartet und verblüffenden Rücklauf eingefahren.

 

Es war ein Kopf-an-Kopfrennen. Zeitweise mit Punktegleichstand. Wir hätten dann würfeln müssen - mussten aber nicht. Schließlich war die Statistik eindeutig: Ein Viertel der Befragten stimmte für -TUSCH! TRA LA LA LA! - "Fight Fire With Fire".

 

Eine sehr gute Wahl, wie wir finden. Titel wie Set passen "prima" zum Zeitgeschehen. Das Set verliert dank 121 BPM nicht die Bodenhaftung. Es ist authentisch. Und 120 Minuten ehrlich. Denn mit der Nummer eröffneten wir am 9. Januar die 2016er Saison von Progdorf bei Radio free FM. Und damals ging es uns um mehr, als nur schöne Musikstücke in Schall und Rauch aufgehen zu lassen. Es war der Versuch, unsere Guten Vorsätze für 2016 zu vertonen.

 

Nun, 12 Sendungen später, eine schöne Gelegenheit für uns, den Blick zurück zu richten und das Gelungene mit dem SOLL abzugleichen. Wir wissen nicht, wie es Ihnen ging und geht, aber wir waren eigentlich ganz angetan. Einfach passabel. Ja, ja, Eigenlob = Gähn. We know. Aber wenn´s wahr ist?

 

In der Ad-hoc Umfrage entfielen einige Stimmen auch auf Sets, die es bei unserer elektronischen Fußpflege als Stream oder Download gibt. Das gilt etwa für "Wandy" oder auch das Pole Folder Tribute Tape. Aber auch für Teile dieser 108. Ausgabe, aka "Fight Fire With Fire". Für mehr Wollen, hier klicken.

 

Was über den Äther flirrte, steht in Form der Playlist hier. Etwas anderes steht noch hier.

01.12.2016 Ad-hoc Umfrage zu Progdorf Radio CVIII

Zur Abwechslung dürft Ihr zum Jahresende mal mitbestimmen! Mailt uns, was am 10. Dezember nochmals laufen soll. Ihr könnt aus allen 2016er Shows wählen. Details siehe Playlist 2016. Wir bitten um rege Beteiligung. Nur keine Scheu. Denn wir nennen es "Knecht Schubrecht"

14.11.2016 Prognachlese CVII @ 12.11.16

Wir hatten den Soundtrack zu einem bizarren Traum. Und der ging so:

 

Ein "Großmaul" / "Rassist" / "Haßprediger" wird zum mächtigsten Mann der Welt "gewählt". Er hatte nicht nur mehr Bots als die anderen, sondern versprach auch gezielter, was "affektgesteuerte Faktenverächter" so gerne hören wollen: "Die Uhr zurückzudrehen". Zuvor hatte er sich aber die Psychogramme seiner "Wähler" vorlegen lassen. Suckerbörg & Co. machten´s möglich. Danach erhielt ein Heidelberger Baukonzern den Auftrag, eine 1.500 Kilometer lange und 12 Meter hohe Betonmauer zu bauen. Obwohl dort niemand die Absicht hatte, eine Mauer zu errichten. Auf die Frage, wieviele Stellen die Zahl 25 Milliarden hat, kam die Antwort zwar wie aus der Pistole geschossen hervor. Dennoch jäh zu spät. Denn Fakten waren stimmungsabhängig geworden.

 

WTF.

 

"O.J, wake up." (Snoop Doggy Dog)

"It´s only raining / because of you"  (Lulu Rouge | Melankoli |  Music for Dreams).

 

Um diese "beschämende Nacht" besser zu verdauen, empfehlen wir: Seufze still und sinne. Auch wenn der orignäre Ansatz dazu mal ein anderer war - als Herz noch Trumpf war.

 

Fuck it, let´s groove.

 

Etwas anderes steht noch hier. Zur Playlist geht es da.

 

24.10.2016 Prognachlese CVI @ 15.10.16

Zum Einstieg schwärmten wir nicht von Beats und Tracks, sondern von Nummern und Zahlen. Errechneten die Quersumme aus 106 und ließen die Sieben hochleben: Die magische, die wunderschöne, die fantastische Sieben. Die einzigartige Sieben.

 

Eigenschaften, die ebenso auf unseren Live-Act zur Ulmer Kulturnacht 2016 in der Alten Stanzerei zutreffen. Wie wir finden. Zwinker. Und weniger als Beweis, mehr zur Freude sendeten wir den Mitschnitt von "Progdorf feat. Riva Deep - Echt.Jetzt". Als Ausschnitt wählten wir Minute 50 ff.

 

Bis 2 Uhr winkte exquisite elektronische Tanzmusik plus großartige Lyrik. Wir nennen es Dichter House.

 

Etwas anderes steht noch hier. Zur Playlist geht es da.

 

10.10.2016 Website Update (V2.7)

Kleine Überraschung! Wir haben den Webauftrifft etwas übergebügelt und ein paar Dinge auf die Startseite geholt. Etwa den Link zur Playlist. Oder den Weg zur elektronischen Fußpflege auf Beatport oder Soundcloud. Und schließlich ist dieser ganze Wahnsinn nun auch für die Anzeige auch mobilen Gerätschaften optimiert. Wir wünschen viel Spaß beim Erkunden. Freuen uns über Lob und Tadel.

 

20.09.2016 Prognachlese CV @ 17.09.16

Im Lichte eines besonders hübschen Vollmonds gaben wir uns der Vorfreude hin. Denn "später" war ja wieder Ulmer Kulturnacht und wir sollten ab 22 Uhr die "Alte Stanzerei" mit exquisiter elektronischer Tanzmusik fluten, zu der Riva Deep großartige Gedichte bedeutender Poeten tanzbar interpretieren und fürs Parkett verpacken würde.

Und wie sich das anhört, kredenzten wir in der 105 Ausgabe. Dafür hatten wir aus einem Mitschnitt von 2015 eine Sequenz rausgepickt, Stunde zwei bis vier, in der der Sound so zwischen Elektro und House hin und her wippelte. Aber es war ja auch Halloween - damals in der Alten Stanzerei ...

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21.08.2016 Prognachlese CIV @ 20.08.16

Wir tauchten durch alle Sphären und nannten es: Udo Nirgends. Obwohl es ja vielmehr ums Schweben ging. Dazu schauten wir bei zwei "alten Bekannten" vorbei und reflektieren den Stand gewisser Dinge. Euch erwartete eine feine Mischung elektronischer Tanzmusik - deep & melodic & 102,6% putschfrei.

Im ersten Teil liessen wir zunächst von Pole Folder hören. Im Gespräch mit uns im Februar hatte er ja ein Update seines Sounds angekündigt, konnte das damals aber noch nicht spezifizieren. Heute, fünf Monate später, zeichnet sich ab, in welche Richtung seine musikalische Reise geht. Essentiell ist er auf jeden Fall bpm-mässig flotter geworden. Und "technoider". Aber was heisst das schon ... Wie sich Pole Folder im Sommer 2016 anhört, konntet ihr hier erfahren.

Im zweiten Teil begaben wir uns dann nach Kalifornien und hörten bei Riley Warren vorbei. Die DJane, Musikerin und Produzentin hatten wir 2010 erstmals hier vorgestellt und ihren deepen und melodischen Sound hervorgehoben. Wie sie im Jahr 2016 klingt, darum ging es ab 1 Uhr.

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29.07.2016 Prognachlese CIII @ 23.07.16

Wir hatten die Zeichen der Zeit erkannt und versorgten Euch mit dem Soundtrack für Eure Taschenmonsteraktivitäten. Denn "(Der progémonistische) Handaufleger" hat alles, was es für Jagd, Zähmung und Zucht von "Electabuzz" - oder wem auch immer - braucht: Handgemischte Elektronische Tanzmusik. 120 Minuten bei 120 BPM. Feingedrosselt zwischen Elektro & TechHouse –extravagant & deep beim Einstieg - fesselnd und funky im Mittelteil - weich und verträumt zum Abgang. Und auch genau richtig, um über Psychologie und über Zeit zu philosophieren.

Aus dem Nähkästchen gab es auch noch was zu berichten, nämlich von unseren angelaufenen Proben zur Ulmer Kulturnacht 2016. In der Station 48 - Atelier Jahnke werden wir von 22 bis 1 Uhr zum Tanz bitten und Riva Deep wird dazu Gedichte einstreuen. Und das wird hübsch. Sehr hübsch.

Diese 104te Ausgabe war übrigens auch dem legendären Sommerloch gewidmet! Für die Huldigung holten wir "(The Great) Handaufleger" aus der Kiste und beamten ihn ins Jahr 2016, drehten an Geschwindigkeit, erneuerten rundum den Schluß. Trieben es damit aber etwas auf die Spitze, denn auch der Moderator wählte ein alternatives Ende und verabschiedete sich singend: "Oh yes I'm the Great Handaufleger / I`m like a search engine for your soul / let me explore, this heart or hole / see the playlist, it´s right on site / on Monday @ Progdorf / good night.".

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27.06.2016 Prognachlese CII @ 25.06.16

Es war ein guter Tag für die elektronische Tanzmusik. Mit einer Extra-Portion "Boing Boom Tschak" (Kraftwerk) luden wir ein zum Hochofentanz um das erfreuliche Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zum Thema "Sampling"* zu begehen.. Die Details liessen wir im Laufe der Sendung durchsickern (siehe unten) und der streitbefangene Kraftwerk-Loop war selbstverständlich auch mit von der Partie. Für den Aufstieg auf den Ofen gab es subliminale Fahrstuhlmusik. Oben dominierten gebrochene Beats & 123 BPM. Und wir führten ein Tänzchen fort, daß wir im Juni 2013 begonnen hatten: In der Progdorf Ausgabe "Metall auf Metall III" ging es schon einmal um das Thema "Sampling". Damals hatte der Bundesgerichtshof (BGH) eine bemerkenswerte Entscheidung gefällt um die wir kreisten.

Vor 3 Jahren konnten wir Moses Pelham, auch bekannt als Moses P., nur mit der Erkenntnis trösten, daß ihm höchstrichterlich beschieden worden ist, ein "durchschnittlich ausgestatteter und befähigter Musikproduzent" zu sein. Das Lob aus Richters Mund wurde aber dann auch direkt gegen ihn verwendet, da er - als solcher - in der Lage sein müsste, Rhythmusfiguren selbst herzustellen und nicht geschütztes Material anderer Leute zu sampeln. Und mündete darin, daß der BGH dann 2013 entschied, daß der Setlur-Song mit der geklauten Sequenz nicht mehr verbreitet werden dürfte.

Doch die BGH-Richter hatten ihr Boing Bum Tschack ohne die roten Roben aus Karlsruhe gemacht. Sie kassierten das Urteil ein und verkündeten am 31. Mai 2016 das Grundsatzurteil, gegossen es in das Aktenzeichen 1 BvR 1585/13.

Worum ging`s ?

Remember Sabrina Setlur? Die hatte mehrere Erfolgsscheiben, unter anderem 1997 das Lied „Nur mir“. Die Beteiligten Musiker und Produzenten, allen voran Moses Pelham, sampleten dafür eine 2sekündige Rhythmussequenz von einem Tonträger der Gruppe Kraftwerk und bauten das als Dauerloop in den Song ein. Kraftwerk leitete aus der Verwendung der Takte 19 und 20 ihres Titels „Metall auf Metall“ Ansprüche ab, klagte auf Unterlassung, Schadensersatz und Herausgabe der Tonträger zum Zwecke der Vernichtung - wogegen Pelham wiederum klagte. Erfolglos. Durch alle Instanzen. Bis schließlich und glücklich das BVerfG die Sache drehte und den bisherigen Urteilen widersprach: Das musikalische Stilmittel "Sampling" ist - unter bestimmten Voraussetzungen - durch die Kunstfreiheit gedeckt und somit erlaubt. Ein Verbot würde die "Schaffung von Musikstücken einer bestimmten Stilrichtung praktisch ausschließen". Als bedrohte Stilrichtungen nennt das das Gericht ausdrücklich - und zum Nachlesen: HipHop und Elektronische Musik.

Stand jetzt ist die Situation also die, daß unter bestimmten Voraussetzungen Tonelemente fremder Tonträger verwendet werden dürfen - auch ohne die Rechteinhaber vorher um Erlaubnis zu fragen. Das Recht auf freie Benutzung nach § 24 I UrhG endet aber dort, wenn das gesampelte Werk so große Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen Werk hat, dass es zu diesem in Konkurrenz tritt. Ein "Recht auf Remix" ist das zwar noch nicht, aber am Horizont sehen es Optimisten schon winken, denn bei leistungsschutzrechtlichen Ansprüchen der Tonträgerhersteller kann sich der samplende Musikschaffende nun höchstrichterlich auf die Kunstfreiheit berufen.

Doch nicht zu früh gefreut: Die Sache geht nämlich von Karlsruhe zurück nach Leipzig und dort hat der BGH den Fall - verfassungskonform - neu zu bewerten. Ein Wiederhören ist also vorprogrammiert.

Hinzu kommt, daß EU-Kommissar Oettinger ja auch an einer europäischen Reform des Urheberrechts bastelt. Und auch der nationale Gesetzgeber ist nicht ganz tatenlos. Zumal das BVerfG nämlich auch darauf hingewiesen hat, daß es dem Gesetzgeber unbenommen ist, für solche Fälle eine gesetzliche Vergütungsregelung zu schaffen. Von daher bleibt es spannend.

Zu den Leitsätzen aus Karlsruhe geht geht es dort. Noch etwas steht hier. Zur Playlist geht es da.

* = Unter Sampling versteht man ein musikalisches Gestaltungsmittel, daß auch urheberrechtlich geschützte Töne verwendet.

02.06.2016 Progdorf feat. Riva Deep @ Kulturnacht 16

Zum Abschluß der Ulmer Kulturnacht 2016 am 17.9.2016 bitten wir im Atelier Jahnke ("Alte Ziegelei") - siehe Station 48 "Echt.Jetzt" - zum Tanz. Von 22 bis 1 Uhr erwarten Euch hübsche Hüftschwingungen. Underground Dance Music, punktiert mit Gedichten. Deep, melodisch, geschmeidig, aber dennoch clubby und vorwärts. Freut Euch auf ein atemloses Drei-Stunden-Set!

29.05.2016 Prognachlese CI @ 28.05.16

Die Geschichte von Wandy sollte erzählt werden. Doch ein herzhafter Lachflash machte dem Moderator einen unkontrollierbarer Strich durch die Rechnung. Und dabei wollte er doch nur davon sprechen, wozu uns die packende Fotostory aus der aktuellen Wendy (8/16, Seite 38 ff.) inspiriert hatte. Was war geschehen?

Auf einem hübschen Pferdehof in Schleswig-Holstein verbringen die Geschwister Mia (14) und Kali (13) ihre Ferien und lernen dort die "ehrgeizige Springreiterin" Marlene (15) kennen. Um die Kohle für den "Springunterricht" zu verdingen, heuern die Schwestern im Stall an. Doch schon bald machen sich die beiden Sorgen um Marlene. Aus verschiedenen Gründen. Und es läuft auf die Frage hinaus: Wird Marlene "dem Druck wirklich gewachsen" sein ...?

Ja, wird sie! Das wissen wir aus verschwiegener Quelle. Nämlich von Wandy (34), dem Stallburschen. Weil der aber keine Sprechrolle hat, brachten wir seine Sicht der Dinge in 23 Tracks zum Ausdruck. Funky, groovy, hypnotic & deep. Weniger Gutshof, eher finstere Gasse. Und verzückten bei 120 BPM mit einer melodramatischen off-board Story in Moll. Ob es die Pferdeschwestern verstehen können? Irgendwann. Womöglich. Spoiler-Alert?

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05.05.2016 Prognachlese C @ 30.04.16

Wir feierten 100.Sendung und luden Euch ein, diese Nacht mit uns zu pflücken und zu unseren Beats zu tanzen. Das Studio war auch toll geschmückt: An die Nebelmaschine wurden Luftschlangen appliziert und die Lasershow rotierte. Denn in dieser Ausgabe drehte sich alles nur ums Tanzen. Wir verrührten 24 Tracks zu einem großen Jubiläums Pudding. Resultat: Eine vollgepackte, kurzweilige musikalische Reise ins Morgen - aus dem Gestern. Denn als Zutaten für den Pudding verwendeten wir primär Beats und Tracks der letzten 99 Sendungen. Das Soundspektrum war entsprechend weitläufig und abwechslungsreich. Und zur Feier des Tages sparten wir auch nicht mit der Würze und holten den groben Hobel raus. Denn auch 120 BPM können es mal rau vertragen. Carpe Noctem!

Hier steht auch noch was. Zur Playlist geht es da lang.

03.04.2016 Prognachlese XCIX @ 02.04.16

Der Moment war gekommen, um die Spielschulden aus der letzten Ausgabe zu begleichen und brachten Material, das es aus Zeitgründen leider nicht in die letzte Pole-Folder-Sondersendung geschafft hatte! Aber versprochen ist versprochen. Und so traten wir also im ersten Teil eine 68-minütige Reise durch das OEuvre des Musikers und Remixers Pole Folder an. Aus seinen Veröffentlichungen von 2001 bis heute (Redaktionsschluß: 31.3.16) hatten wir nicht nur unsere Lieblings-Titel und Remixe ausgesucht, sondern wählten die Titel auch so, daß sich sein musikalisches Spektrum offenbart. Zusammengewebt bei 123 BPM und liebevoll mit Handstickereien verziert präsentierten wir "The Pole Folder Tape".

Und analog zu John Digweed eröffneten wir unsere Compilation mit DER Nummer, mit der Pole Folder (zusammen mit Cedric Piret aka "CP") im Jahr 2001 seinen internationalen Durchbruch einleitete: "Apollo Vibes". Wir wählten aber nicht DIE Fassung, sondern eine andere, unbekanntere - und haben darin dann auch noch etwas rumgemacht ...

Im zweiten Teil der Sendung, griffen wir für Euch tief in den Tresor und spielten einen weiteren, exklusiven Ausschnitt der Februar Ausgabe von "The night becomes electric"- der Live-Session mit Pole Folder im Brüsseler "The Crazy Circle". (Siehe letzte Sendung). Wir stiegen ein bei Stunde 4. Zu diesem Moment war das Tempo bereits von - anfänglich 116 BPM - auf fast 126 hochgeschraubt. Was insofern interessant ist, als sich die (bisher veröffentlichten) Sets bei +/- 122 BPM bewegen. Auch der Sound war nun eher grob und hart, pumpend. Pure Energie, pures Spiel! Über die nicht ideale Audio-Qualität sollte das hinweg getröstet haben. Und zwar üppig.

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03.03.2016 4 Stunden Pole Folder @ 05.03.16

Es wird eine großartige Nacht für die elektronische Tanzmusik! Für die kommende, extralange Sendung, die den Namen "When the night becomes polefolderic" tragen wird, haben wir zwei Video-Clips gebaut und bei YouTube hochgeladen. Das gab es bei uns noch nie ...

In beiden Clips geht es um Pole Folder und die Februar Ausgabe seiner Live-Session "The night becomes electric" @ The Crazy Circle, Brüssel vom 5.2.2016 - zu der wir ihn dort trafen:

Video 1 - Hier spricht Pole Folder über den Aufbau eines Sets und sieht bzw. hört ihm dann dabei zu, wie er die Session eröffnet und die Atmosphäre live gestaltet. In Stereo und Hifi-Klang. Dauer 8 Minuten 28: https://www.youtube.com/watch?v=E1bwfaYNUXE

Video 2 - Der Trailer zur Sendung. Pole Folder spricht über seine Live-Sets im "The Crazy Circle" und läßt sein Herz für Rock´n Roll durchschimmern. Dann Kameraschwenk hinters Pult, während er der Bar eine Dosis Energie verabreicht. Mit Live-Ton (Kamera). Dauer 2.39:
https://www.youtube.com/watch?v=ZUTms_piPcw

Für die freundliche Unterstützung danken wir Pole Folder (Reworck), Helene Bellet (The Crazy Circle), Patrick M. und Riva Deep.

12.02.2016 Prognachlese XCVII @ 06.02.16

Wir sendeten die "schlanke Variante". Was dem Umstand geschuldet war, daß die Redaktion - zu genau dieser Sekunde - vollzählig in Brüssel aufgelaufen war, um einem Live-Set von Pole Folder beizuwohnen. Das ganze firmierte unter dem Titel "The night becomes electric" und steht für 5, vielleicht 6 Stunden smoothen und melodischen Tech House - oder für was auch immer. Über den Genuß versprachen wir in der kommenden Ausgabe ausführlich zu berichten.

Und ja, - selbstverständlich - stießen wir mit mehren lecker "Tripel Rochefort" auf die Hörer an. Wir wussten sie mit unserer Musikauswahl in guten Händen - themenspezifisch passend: Eine spannende Mischung in Sachen elektronischer Musik - bei fast schon flotten 124 BPM. Aus dem Koffer von Tuxedo und I-Rec. Tuxedo ist der aktuelle Neuzugang bei Reworck, dem Label von Pole Folder. Tuxedo veröffentliche Ende 2015 bei Reworck die EP "The time in between", drauf folgte das Remix-Album (dazu), - quasi reworcked von Pole Folder, Sascha Kloeber und Kobana. Von daher war die Show zugleich auch ein Appetit-Happen für unsere nächste Ausgabe am 5. März. Denn dann dreht sich alles um den Kopf von Reworck, dann geht es um Pole Folder.

Etwas mehr steht noch hier. Welche Musik lief, steht da.

11.01.2016 Prognachlese XCVI @ 09.01.16

Ein neues Jahr. Ein neues Glück. Eine neue Saison Progdorf bei Radio free FM. Und die eröffneten wir mit einem Mix, der auf den Namen hört: "Fight fire with fire." - die musikalische Umsetzung eines Neujahr-Vorsatzes unter Neumond-Einfluß. Stolze 23 erstklassige Tracks der Gattung Deep Tech Elektro House verheizten wir in 120 Minuten. Zunächst glüten wir mit Deep Beats und Melancholy House vor, bis die Arbeitstemperatur erreicht war und schoben dann bei 121 BPM konstant Brennelement für Brennelement hinterher.

Was für hübsche Musik in Schall auch Rauch aufging steht hier. Weiteres steht noch da.

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